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 Die Grafen von Henneberg

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Fra Berthold

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BeitragThema: Die Grafen von Henneberg   Mi Aug 24, 2011 1:15 am

Die Grafen von Henneberg waren ein fränkisches Adelsgeschlecht, welches gegen Ende des 11. Jahrhunderts, ca. 200 Jahre nach der fränkischen Ostkolonialisierung, im Zuge des Zerfalls der fränkischen Grafschaftsverfassung und dem Verschwinden des fränkischen Reichsguts, im Gebiet zwischen Thüringer Wald und Main ihr Herrschaftsgebiet ausdehnte und die gleichnamige Grafschaft Henneberg gründete. Erstmalig wurden die vermutlich dem Geschlecht der Popponen entstammenden Grafen im Jahre 1078 chronologisch und 1096 urkundlich erwähnt,


Stammburg der Henneberger Grafen war die Henneburg auf dem Henneberg bei dem gleichnamigen Dorf im heutigen thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Das Geschlecht derer „von Henneberg“ ist erstmals 1096 mit dem Würzburger Burggrafen Godebold II. fassbar. Die Henneberger waren wohl schon ab 1057 Burggrafen in Würzburg; diese Position ging dann im Machtkampf mit den Würzburger Bischöfen um die Mtte des 13. Jahrhunderts verloren.

1190 teilte sich das Geschlecht in die Linien Henneberg, Botenlauben und Strauf. 1274 erfolgte eine erneute Teilung in die Linien (Henneberg-Schleusingen, Henneberg-Aschach-Römhild, Henneberg-Hartenberg). Die mächtigste Linie war die Schleusinger mit Sitz auf Schloss Bertholdsburg, die auch den längsten Bestand hatte. Im Jahre 1310 wurde Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen, der 1274 die Henneburg erhalten hatte, in den Fürstenstand erhoben. Zeitweise war er Bevollmächtigter Kurbrandenburgs und Kursachsens, Verwalter Böhmens und Vormund des wittelsbacher Kaisersohns Ludwig von Bayern. Zeitweilig waren die Henneberger die größte weltliche Macht im Fränkischen Reichskreis.

Die bedeutendsten Städte der Grafschaft waren Schmalkalden, Meiningen, Coburg und Suhl. Suhl bildete mit umfänglichem Bergbau und der Waffenfabrikation das wirtschaftliche Zentrum, während die anderen Städte als Residenzen und Zentren von Kultur und Kunst dienten. Geistliches Zentrum der Grafschaft war das von den Hennebergern im Jahre 1131 gegründete Prämonstratenserkloster Veßra (jetzt Hennebergisches Museum Kloster Veßra), das fast allen Generationen als Grablege diente.

Nach dem Aussterben der Herzöge von Andechs-Meranien im Jahr 1248 fielen Gebiete rings um Sonneberg und Coburg an die Grafen von Henneberg. Zwischen beiden Häusern bestanden auf Grund der Ehe von Poppo VI., dem Vater von Otto von Botenlauben, mit Sophie von Istrien verwandtschaftliche Beziehungen. Im Schalkauer Land wurden die Schaumberger Mitte des 14. Jahrhunderts von den Hennebergern verdrängt.

1347 ging ein bedeutender Teil der Grafschaft (Schmalkalden und der Pflege Coburg) an das Haus Wettin, als Erbe Katharinas († 1397) bei ihrer Hochzeit mit Friedrich dem Strengen. Der aus dieser Ehe hervorgegangene Friedrich IV. war der erste Kurfürst aus dem Haus Wettin.

Die Grafschaft Henneberg befand sich von jeher im Reibungsbereich mittel- und süddeutscher Mächte. Dies zwang Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen zur Durchsetzung der Reformation im 16. Jahrhundert. Geldmangel führte zu einer Schuldverschreibung mit dem wettinischen Haus, da im sonst katholischen Franken kein Partner gefunden werden konnte. Am 1. September 1554 wurde im Rathaus zu Kahla zwischen den Ernestiner Herzögen Johann Friedrich II., Johann Wilhelm I. und Johann Friedrich III. dem Jüngeren einerseits und den Grafen Wilhelm, Georg Ernst und Poppo von Henneberg andererseits die ernestinisch-hennebergische Erbverbrüderung beschlossen. Dieser sog. „Kahlaer Vertrag“ mit den Wettiner sah die Übernahme Hennebergs durch Sachsen bei Ableben der Henneberger Linie vor. Dieser Fall trat 1583 ein.


Stammliste [Bearbeiten]

Von Poppo I. bis Heinrich I. (11. Jh. bis 1262) [Bearbeiten]Poppo I. († 1078), Graf von Henneberg
Gotebold II. († 1144)
Poppo IV. († 1156) ∞ Irmgard aus dem Hause der Udonen
Berthold I. († 1159)
Poppo VI. († 1190), ∞ Sophie von Istrien
Berthold II. († 1212)
Berthold III. († um 1218)
Poppo VII. († 1245) ∞ Jutta von Thüringen
Hermann I. von Henneberg-Coburg († 1290) ∞ Margarete von Holland, Schwester Wilhelms von Holland
Poppo d. J. von Henneberg-Coburg († 1291), 1290-1291 Graf von Henneberg-Coburg
Jutta von Henneberg-Coburg, ∞ Otto von Brandenburg
Heinrich I. von Henneberg-Schleusingen († 1262) (weiter siehe unten)
Berthold I. von Henneberg, Bischof von Würzburg 1267-1274, Weihbischof in Mainz 1307-1312
Otto I. von Botenlauben (1177-1245), Minnesänger, Kreuzfahrer und Klostergründer
Otto II. von Botenlauben
Irmingard von Henneberg († 1197), ∞ mit dem ersten Pfalzgrafen bei Rhein Konrad dem Staufer
Gebhard von Henneberg († 17. März 1159), 1150-1159 Bischof von Würzburg
Günther von Henneberg († 16. August 1161), 1146-1163 Bischof von Speyer
Otto II. von Henneberg, 1190-1200 Bischof von Speyer
Gotebold I. († 1091)
Poppo II. († 1118) -> Nebenlinie (Frankensteiner, bis 1354?)

Von Heinrich I. an (1262 bis 1583) [Bearbeiten]Heinrich I. von Henneberg-Schleusingen († 1262), verheiratet mit Sophia, einer Tochter seiner Stiefmutter Jutta von Thüringen
Heinrich II. von Henneberg-Hartenberg († 1317), 1262-1317 Graf von Henneberg-Hartenberg, verkauft sein Drittel von Würzburg
Poppo X. von Henneberg-Hartenberg († 1348), 1317-1348 Graf von Henneberg-Hartenberg
Berthold († 1378), 1348-1378 Graf von Henneberg-Hartenberg, verkauft Hartenberg 1371 an Hermann III. von Henneberg-Aschach
Hermann II. von Henneberg-Aschach († 1292), Graf von Henneberg-Aschach 1262-1292
Hermann von Henneberg-Aschach, Graf 1292-1306 mit seinem Bruder Heinrich
Heinrich III. von Henneberg-Aschach, († ca. 1355), Graf von Henneberg-Aschach 1292-1352
Hermann III. († 1403), Graf von Henneberg-Aschach 1352-1403, verkauft Aschach 1390, kauft Hartenberg 1371
Friedrich I. († 1422), Graf von Henneberg-Aschach 1403-1422
Georg († 1465), Graf von Henneberg-Aschach 1422-1465
Friedrich II. († 1488), Graf von Henneberg-Aschach 1465-1488
Hermann IV. († 1535), Graf von Henneberg-Aschach 1488-1535
Berthold († 1549), verkauft Römhild 1548 an Mansfeld, dies 1555 an Sachsen
Albrecht († 1549), ∞ Katharina Gräfin von Stolberg, sie erbt Schwarza, das dann durch Testament an Stolberg fällt
Otto († 1502)
Philipp von Henneberg-Aschach, Bischof von Bamberg 1475-1487
Berthold von Henneberg-Aschach, Erzbischof von Kurmainz 1484-1504
Berthold III. von Henneberg-Schleusingen († 1284)
Berthold IV./VII. († 1340), 1310 in den Fürstenstand erhoben
Heinrich IV. († 1347)
Katharina von Henneberg ∞ Friedrich der Strenge von Meißen
Sophie von Henneberg (1353-1372)
Elisabeth von Henneberg-Schleusingen ∞ Graf Eberhard von Württemberg
Johann († 1347)
Heinrich V. († 1405)
Wilhelm I. († 1426)
Wilhelm II. († 1444)
Wilhelm III. († 1480)
Wilhelm IV. († 1559), ∞ Anastasia von Brandenburg, Tochter von Kurfürst Albrecht Achilles
Georg Ernst († 1583), ∞ I. 1543 Elisabeth von Braunschweig, ∞ II. Elisabeth von Württemberg
Johann III., Fürstabt von Fulda 1521-1541
Johann II. von Henneberg-Schleusingen, Fürstabt von Fulda 1472-1507

Mitglieder des Grafenhauses [Bearbeiten]
Georg Ernst Fürst zu Henneberg
Graf Wilhelm der IV. von Henneberg Schleusingen
Apollonia von Henneberg (†1548)Graf Poppo V. von Henneberg († 1156): Verheiratet mit Irmgard († 1178) aus dem Hause der Udonen
Gebhard von Henneberg († 17. März 1159): Bischof von Würzburg
Günther von Henneberg († 16. August 1161): Bischof von Speyer
Irmingard von Henneberg († 1197): Tochter des Grafen Bertold I. von Henneberg, verheiratet mit dem ersten Pfalzgrafen bei Rhein Konrad dem Staufer
Graf Poppo VII. von Henneberg: Verheiratet mit Jutta von Thüringen
Graf Otto von Henneberg (* wahrscheinlich 1177 in Henneberg; † vor 1245 bei Bad Kissingen): Minnesänger, Kreuzfahrer und Klostergründer
Graf Hermann I. von Henneberg (* 1224; † 1290): Heirat 1249 mit Margarete († 26. März 1277), der Schwester Wilhelms von Holland
Graf Heinrich I. von Henneberg († 1262): Verheiratet mit Sophia, einer Tochter seiner Stiefmutter Jutta von Thüringen

Linie Henneberg - Schleusingen [Bearbeiten]Graf Berthold VII. der Weise (* 1272 in Schleusingen; † 13. April 1340 in Schleusingen)
Elisabeth von Henneberg-Schleusingen (* 1319; † 23. März 1384): Gräfin von Württemberg
Gräfin Elisabeth von Henneberg († 1377): Verheiratet mit dem Nürnberger Burggrafen Johann II.
Katharina von Henneberg (gest. 1397): 1347 verheiratet mit Markgraf von Meißen Friedrich der Strenge
Graf Heinrich von Henneberg (* 1350; † 26. Dezember 1405): Verheiratet ab 1376 mit Matilde von Baden († 3. August 1425 in Schleusingen), einer Tochter des Badener Markgrafen Rudolf VI.
Graf Wilhelm II. von Henneberg-Schleusingen (* 14. März 1415; † 8. Januar 1444 bei einem Jagdunfall) [1] : Verheiratet mit Katharina von Hanau, verwitwete Gräfin von Rieneck
Graf Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen (* 12. März 1434; † 26. Mai 1480 in Salurn)
Johann II. Graf von Henneberg-Schleusingen: Fürstabt von Fulda (1472-1513)
Graf Wilhelm IV. von Henneberg Schleusingen (1478-1559): Verheiratet mit Anastasia von Brandenburg, einer Tochter von Kurfürst Albrecht Achilles
Graf Georg Ernst von Henneberg (1511-1583): verheiratet mit 1543 Elisabeth von Braunschweig († 19. August 1566), danach verheiratet mit Elisabeth (1548–1592), der Tochter des Herzogs Christoph von Württemberg
Poppo XII. zu Henneberg (1513-1574): 1546 verheiratet mit Elisabeth von Brandenburg, verwitwete Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg, Fürstin von Calenberg-Göttingen
Johann III. Graf von Henneberg-Schleusingen: Fürstabt von Fulda (1521/29-1541)

Linie Henneberg - Aschach- Römhild [Bearbeiten]Georg Graf von Henneberg-Römhild; verheiratet mit Johanna von Nassau-Weilburg (gest. 1. Februar 1481 in Römhild), der Tochter von Philipp I von Nassau-Weilburg und Anna von Hohenlohe-Weikersheim
Philipp von Henneberg (†1487): Erzbischof von Bamberg (1475-1487)
Berthold von Henneberg (* 1441/42; † 21. Dezember 1504): Erzbischof von Kurmainz
Apollonia von Henneberg-Römhild: Verheiratet mit Gottfried Werner von Zimmern (1484-1554)
Graf Hermann VIII. von Henneberg-Aschach (1470-1535): Verheiratet seit 1491 mit Elisabeth von Brandenburg (1474-1507), einer Tochter von Kurfürst Albrecht Achilles
Jutta von Henneberg: Tochter des Grafen Berthold VIII. von Henneberg, verheiratet mit dem Markgrafen der Lausitz Dietrich IV

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"Deus Lo Vult! In Hoc Signo Vinces!"

Fra Berthold VI., der Jüngere, Graf von Henneberg, Ritter und Fechtmeister des Ordens des Spitals des heiligen Johannes zu Jerusalem
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